Die Wahl der optimalen Skibekleidung

Hardshell, 2L/3L und Wasserdampfdurchlässigkeit – wem das wenig sagt, der ist hier genau richtig. Wir beantworten die Frage, welche Bekleidungsschichten und Materialien wichtig sind und worauf man beim Kauf der Skibekleidung unbedingt achten sollte.

Beim Skifahren gilt das Zwiebelprinzip

Wer perfekt ausgestattet auf die Piste starten will, der sollte sich an das Zwiebelprinzip halten. Drei Schichten bilden die optimale Bekleidung für einen Skitag:

  1. Funktionsunterwäsche: Sie sollte aus dehnbarem, zweischichtigem Gewebe bestehen. Die   Innenseite nimmt den Schweiß von der Haut auf und leitet diesen nach außen weiter.
  2. Isolationsschicht: Fleecejacken eignen sich besonders gut zur Isolation. Sie bieten Schutz vor Zugluft und sind hoch atmungsaktiv.
  3. Wetterschutzschicht: Skijacke und -hose sollten auf alle Fälle winddicht sein und gut vor Nässe schützen. Wählt man ein nicht-atmungsaktives Kleidungsstück, so sollte dieses über Ventilationsöffnungen verfügen.

1.    Funktionsunterwäsche – Nimmt den Schweiß von der Haut

Funktionsunterwäsche besteht in der Regel aus Polyester (PES), Polyamid (PA) und Polypropylen (PP). Da PP keine Feuchtigkeit aufnimmt, eignet es sich besonders gut für die an der Haut liegende Innenseite. Die Materialien saugen sich also nicht wie beispielsweise Baumwolle mit Schweiß voll, sondern speichern diesen zwischen ihren Fasern ab und leiten ihn nach außen weiter.

Beliebt ist auch Funktionsunterwäsche aus Merinowolle. Der feine Stoff kratzt nicht, nimmt keine Gerüche auf und wärmt besonders gut. Zudem kann er bis zu 30 Prozent seines Gewichts an Feuchtigkeit aufnehmen. Der Nachteil von Merinowolle ist, dass sie wesentlich langsamer trocknet als Kunstfasern und daher für besonders schweißtreibende Aktivitäten nicht empfehlenswert ist.

2.    Isolationsschicht – Fleece zur perfekten Wärmeregulierung

Für die Isolationsschicht eignet sich eine Fleecejacke am besten. Sie schließt Wärme ein oder gibt sie ab. Die wichtigste Technologie in diesem Bereich ist das Polartec-Fleece, das es in verschiedenen Ausführungen gibt. Preisgünstigeres Fleece aus PES bildet häufig bereits nach kurzer Zeit Knötchen und hat eine weniger gute Funktionsweise.

3.    Wetterschutzschicht – Vorsicht bei der „Atmungsaktivität“

Häufig spricht man bei Skijacken von „atmungsaktiv“. Hier ist aber Vorsicht geboten: Wirklich atmungsaktiv sind nur Gewebe ohne Membran. Da Membranen den Luft- und Feuchtigkeitsaustausch behindern, sind Produkte mit Membranen nicht als „atmungsaktiv“ sondern als „wasserdampfdurchlässig“ zu bezeichnen. Hier sollte man immer auf die MVTR- (Moistore Evaporation Transmission) und RET-Werte (Resistance Evaporation Transmission) aufpassen: Je niedriger der RET- und je höher der MVTR-Wert, desto wasserdampfdurchlässiger ist das Gewebe.

Häufig trifft man auf die Bezeichnung 2L oder 3L. 3L-Gewebe besitzt sowohl einen laminierten Außenstoff als auch einen Innenstoff. Bei Produkten mit der Kennzeichnung 2L fehlt der Innenstoff, diese sind dadurch atmungsaktiver.

Bei der Wahl der Skihose ist darauf zu achten, dass diese bequem ist, gut warmhält und vor Kälte und Nässe schützt. Das Objekt der Begierde sollte am besten mit einem netzartigen Mesh-Innenfutter ausgestattet sein. Dieses unterstützt die Luftzirkulation. Wichtig ist auch eine hohe Abriebfestigkeit des Materials. Gleichzeitig sollte es elastisch und angenehm zu tragen sein. Daher darf eine Skihose ruhig auch etwas größer ausfallen.

Und was ist der Unterschied zwischen Softshell und Hardshell? Softshell-Jacken sind wind- und zumeist auch wasserabweisend, äußerst atmungsaktiv und bestehen aus wärmendem Stretchgewebe. Hardshell-Bekleidung verfügt über wind- und wasserdichte Membranen und ist somit nicht atmungsaktiv sondern wasserdampfdurchlässig.
Softshell-Skihosen sind etwas leichter als normale Skihosen und besonders winddicht sowie elastisch. Sie trocknen schnell und wärmen gut, daher eignen sie sich bestens für sehr kalte Skitouren. Softshell-Hosen besitzen außerdem Belüftungsreißverschlüsse zur Klimaregelung.

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