Wassersäule - was ist das?

Mit der Wassersäule wird angegeben, wie wasserdicht Stoffe sind. Bei Outdoor- und Regenbekleidung oder Zelten ist diese Maßangabe besonders wichtig. Doch was bedeutet diese Angabe wirklich und wie hoch muss sie sein, um vor Nässe geschützt zu sein? 

Wie wird die Wassersäule ermittelt?

Um zu testen wie wasserfest Stoffe sind, wird auf den Stoff ein leerer Wasserzylinder gestellt, der alle 60 Sekunden mit 100 mm Wasser gefüllt wird. Die Füllmenge, bei der 3 Tropfen Flüssigkeit durch den Stoff dringen, gibt die maximale Wassersäule an. Dieser bei dem hydrostatischen Wasserdruckversuch herausgefundene Wert, ist der Richtwert für Wasserdichtigkeit. 

Wieviel Wassersäule ist wirklich notwendig?

Obwohl Stoffe ab einer Wassersäule von 1.500 mm als wasserdicht gelten, sollte bedacht werden, dass beim Sitzen oder Knien ein anderer Druck aufgebracht wird. Deshalb werden z.B. bei Zeltböden höhere Wassersäulen erwartet, als bei Zeltwänden. Genauso verhält es sich mit Regenjacken, die mit schweren Trekkingrucksäcken benutzt werden, da der Druck an den Tragegurten viel höher ist. Daraus entstehen dann Wassersäulen über 10.000 mm oder bei Outdoor-Jacken oft sogar 30.000 mm. Wobei hier ein Wert ab 4.000 mm als vollkommen wasserdicht eingestuft wird.

Worauf sollte noch geachtet werden?

Neben der Membran selbst ist auch die Beschichtung ein wichtiger Faktor. Um die Stabilität der Stoffe langfristig zu erhalten, ist eine gute Qualität der Beschichtung sowie die richtige Pflege wichtig.

Für absolute Wasserdichtigkeit kann nur mit einer guten Verarbeitung gesorgt werden. Nähte müssen bei wasserdichter Kleidung oder Zelten speziell verarbeitet sein, um zu verhindern, dass durch die Stichlöcher Wasser dringt. Gleichzeitig werden Reißverschlüsse entweder mit einer Abdeckleiste geschützt oder verschweißt bzw. verklebt.

(Foto: Marmot)

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